Wie du es schaffst deinen Körper von Stresshormonen zu befreien

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Wenn wir zu viel um die Ohren haben, ist der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Ein dauerhaft erhöhtes Level an Stresshormonen kann krank machen. Wir verraten dir, wie du wieder in Balance kommst.

Wir kennen das doch alle: der Alltag ist vollgepackt mit Terminen und Verpflichtungen und dann klopft da noch ständig das schlechte Gewissen an, das uns sagt, dass wir eigentlich mehr auf unsere Gesundheit achten sollten.

Aber meist ersticken wir diesen Impuls im Keim in dem wir den „Stress“ vorschieben und ja eigentlich gar keine Zeit für Sport haben. Abends nach der Arbeit sind wir einfach viel zu kaputt noch ins Fitnessstudio zu fahren. Es macht keinen Spaß die Wiederholungen an den Geräten zu zählen und stickig ist es dort auch noch.

Aber genau das ist die falsche Einstellung. In diesem Text erklären wir dir warum.

Buche doch mal eine Fitnesseinheit an der frischen Luft!


Was ist eigentlich Stress? Stress  bedeutet so viel wie Druck und dieser sorgt dafür, dass sich unser Körper anspannt. Und das haben wir unseren Genen zu verdanken. Denn für unsere Vorfahren aus der Steinzeit war Stress eine überlebenswichtige körperliche Reaktion, auf bedrohlichen Situationen. Nur so konnten wir blitzschnell wilden Tieren und anderen Gefahren entkommen. Da sich unsere Gene seit der Steinzeit kaum verändert haben, stellt sich unser Körper wenns stressig wird, immer noch auf „Flucht“ ein und stellt die benötigten Ressourcen dafür bereit:

  • die Muskeln spannen sich an (bis hin zum Zittern)

  • der Blutdruck und Puls steigen

  • Stresshormone werden ausgeschüttet

  • der Atem beschleunigt sich

  • die Leber produziert mehr Blutzucker (schnell verwertbare Energie)

  • die Milz schwemmt mehr rote Blutkörperchen aus, um den Sauerstoff zu den Muskeln zu transportieren

  • das Blut gerinnt schneller (Schutz vor Blutverlust im Kampf)

  • die Verdauung und Sexualfunktionen fahren zurück um Energie zu sparen

Doch im Alltag können wir meist weder fliehen noch ist kämpfen die Lösung. Wir können also mit der bereitgestellten Energie körperlich erstmal nichts anfangen. Im Gegenteil: weil wir uns im Alltag der Neuzeit kaum noch bewegen (müssen), bauen wir die Anspannung und die ausgeschütteten Stresshormone nicht ab. Zirkulieren die Stresshormone in unserem Kreislauf und sind die Muskeln ständig unter Spannung, kann dies bei Dauerstress zu gesundheitlichen Folgen kommen:

  • Hoher Blutdruck,

  • Verdauungsbeschwerden,

  • ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt,

  • Spannungskopfschmerzen,

  • mehr Infektionen,

  • Depressionen,

  • Migräne,

  • Zyklus- und sexuelle Störungen,

  • Stoffwechselstörungen,

  • geschwächtes Immunsystem,

  • Denkstörungen und Gedächtnisprobleme

Deshalb solltest du unbedingt auch in stressigen Zeiten Sport machen anstatt auf dem Sofa zu Chillen!

Das Ausruhen auf dem Sofa nach einem anstrengenden Tag, empfinden wir zwar als gemütliche Entspannung, jedoch fehlt dem Körper hierbei der aktive Abbau der Stresshormone. Diese können erst durch Hormone (Endorphine und Serotonin) die bei Bewegung ausgeschüttet werden, neutralisiert werden!

Weitere Vorteile, warum du dich mehr bewegen solltest:

Laufen macht glücklich

Laufen macht glücklich
Studien belegen, dass Ausdauereinheiten mit einer mäßigen Belastung von 30 bis 60 Minuten den stimmungsaufhellenden Botenstoff Endorphin und Serotonin freisetzen. Genau diese stressabbauenden Hormone sorgen für das entspannte Gefühl nach einem intensiven Workout. Endorphine machen glücklich und heben die Stimmung.

Vielleicht ist ja unser Run and Train was für dich?

Mehr Kreativität bei der Arbeit und im Studium
Regelmäßiges Fitnesstraining regt die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an. Die “geistige Fitness” wird gestärkt und erfrischt die grauen Zellen..

Fitness als Ablenkung bei Stress im Alltag
Egal, ob die Arbeit, Konflikte mit Freunden oder Kollegen, während des Trainings liegt die Konzentration allein auf der Übung. Korrekte Übungsausführungen sorgen für Ablenkung. Probleme, die zuvor als Last empfundenen wurden, rücken nach intensiver Belastung in ein positiveres Licht.

Fitness macht dich stärker - auch gegen Stress
Regelmäßige Bewegung reguliert den Stresspegel im Körper. Der, durch Sport aktivierte, Stoffwechsel trainiert die Ausschüttung der Stresshormone. Resultat ist eine gewisse Stressresistenz, die uns erneute Stressmomente etwas gelassener erleben lässt.

"Nur wer sich körperlich verausgabt, der kann sich hinterher auch entspannen.“

Wenn du deine Fitnesseinheit dann noch ins freie verlegst, profitierst du gleich doppelt von den gesundheitlichen Vorteilen! Warum? Das erfährst du hier.

Fotos: Michaela Tsolaki und iStock